So macht man erfolgreiche Flyer

Wie Flyer (und um übrigen auch andere Druckerzeugnisse) wirklich erfolgreich werden, lässt sich nicht so einfach sagen. Zu viele Faktoren spielen dabei mit – nicht zuletzt die Frage, welche Erwartungen man an das jeweilige Produkt hat. Eindeutig sind die Fehler zu benennen, die dem Erfolg des Flyers entgegenstehen:

1. Zielgruppe nicht (eindeutig) bestimmt

Unserer Erfahrung nach halten die meisten Kunden „Zielgruppe“ für einen Begriff aus der Marktforschung. Und das ist was für Großunternehmen – aber nichts für Sie. Doch weit gefehlt: Nur wenn feststeht, wen der Flyer überhaupt interessieren soll, kann man vernünftig gestalten. Und je genauer die Zielgruppe bestimmt ist, umso wirkungsvoller kann die Gestaltung sein. Das ist eigentlich logisch – trotzdem hört man immer wieder: „Der Flyer soll alle ansprechen: Jung und Alt, Bestandskunden und Neukunden, …“ Das kann man zwar versuchen, doch das Ergebnis wird den jungen zu altmodisch, den Alten zu modern, den Bestandskunden zu wenig innovativ und den Neukunden zu uninteressant sein – kurzum: Dieser Flyer wird nicht erfolgreich sein.

2. Zu geringe Vorbereitungszeit

„Wie schnell können Sie einen Flyer liefern?“, ist eine der beliebtesten Kundenfragen. Natürlich können wir schnell liefern – dafür gibt es auch hier immer wieder Beispiele. Aber: Gut Ding braucht Weile. Und zwar nicht nur für eine vernünftige Analyse der Zielgruppe, Konzeption und Gestaltung – sondern vor allem für die Korrektur (der eigenen Angaben). Die falschen Öffnungszeiten, Veranstaltungen am falschen Wochentag oder vergessene, aber wesentliche Informationen machen den Flyer wertlos. Die Fachautorin Anja Weinberger veranschlagt zum Beispiel 22 bis 30 Arbeitsstunden (verteilt auf vier bis sechs Wochen) für Briefing, Konzeption, texten und Layout – Kunden wollen den fertigen Flyer jedoch möglichst 48 Stunden nach dem Erstkontakt fertig gedruckt haben: Dieser Flyer wird in den seltensten Fällen wirklich erfolgreich sein.

3. Hochwertige Flyer vergammeln

Wenn die neuen Flyer da sind, ist die Freude groß – bis jemand überlegt, wie man sie unter die Leute bringt. Dann ist es zu spät – die Frage, wo wie viele Flyer wo verteilt werden, muss am Anfang des Prozesses stehen, denn nur daraus errechnet sich die realistische Druckauflage. Schätzungen sind in aller Regel unrealistisch und so erleben wir immer wieder, dass entweder wegen geringster Mengen nachproduziert werden muss – oder Tausende Flyer irgendwo vergammeln: Und die können nicht erfolgreich sein.

4. Inhalt vs. Wirklichkeit

Wenn der Flyer verteilt ist, ist er ein Aushängeschild der Firme oder Organisation. Was darin steht, sollte entsprechend eingehalten werden. Trotzdem erleben wir immer wieder, dass schon bald nach der Verteilung Termine geändert werden, sich Öffnungszeiten ändern oder Angebote wegfallen. Ergebnis beim Empfänger des Flyers: Er glaubt den Aussagen des Flyers nicht mehr – übrigens auch den nächsten der Firma/Organisation nicht mehr und wird sie nicht mehr beachten. Wenn auch der erste Flyer erfolgreich war – künftige sind es nicht mehr.

Natürlich helfen wir Ihnen auch bei der Konzeption Ihrer Flyer – damit Ihnen die genannten Fehler nicht unterlaufen.

Literaturtipp: Anja Weinberger: Flyer optimal texten, gestalten, produzieren (Stiebner-Verlag, München) ISBN 9783830708421

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